Wer schreibt hier?

Hey, ich bin Dina, Jahrgang 1990. Geboren und aufgewachsen in einem kleinen Städtchen in NRW, in das ich nach 6 Jahren Großstadt wieder zurück gezogen bin. Es freut mich total, dass du Interesse an meinen Inhalten hast. Ich möchte an dieser Stelle die Möglichkeit nutzen, dich an meinem ganz persönlichen Weg zur veganen Ernährung, zum Minimalismus und zu mehr Freiheit teilhaben zu lassen.

Warum richKind entstanden ist

Im März 2019 habe ich mit der Arbeit an diesem Blog im Rahmen eines Projekts im Studium begonnen. Obwohl das Projekt schon längst abgeschlossen ist, arbeite ich trotzdem täglich an der Realisierung von www.richkind.de. Und warum mache ich das? Mit den Themen vegane Ernährung, Minimalismus und Freiheit beschäftige ich mich bereits seit vielen Jahren. Es macht mir unendlich viel Spaß über die Themen, die mich persönlich sehr interessieren, täglich schreiben und andere Menschen inspirieren zu dürfen. Darüber hinaus schreibe ich gerade meine Masterarbeit in der Interdisziplinären Medienwissenschaft und dieses Blog verbindet meine persönlichen Interessen hervorragend mit den Inhalten aus dem Studium.

Vegane Ernährung

„Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.“ ~ Albert Schweitzer
Durch zahlreiche Abnehmversuche seit meiner frühen Jugend beschäftige ich mich schon sehr lange mit dem Thema Ernährung. Zum Glück sind Diäten kein Thema mehr für mich, nicht nur weil ich mein Wunschgewicht erreicht habe und problemlos halten kann, sondern weil ich nach 15 Jahren auch endlich verstanden habe, dass Diäten keinen Sinn machen. Ich habe im Jahr 2012 begonnen, mich vegetarisch zu ernähren. Seit circa 2016 beschäftige ich mich zunehmend mit der veganen Ernährung, wobei ich aber nie komplett auf Milchprodukte und Eier verzichtet habe. Aus welchem Grund? Ich bin leider den zahlreichen Halbwahrheiten zum Opfer gefallen und hielt vegane Ernährung für unendlich kompliziert. Besonders für mich, da ich keine besonders gute Köchin bin. Zwar koche ich gerne, mir fehlte es allerdings lange Zeit bei den recht komplizierten und zutatenreichen Rezepten aus den zahlreichen veganen Kochbüchern an dem nötigen Geschick und an Geduld. Darüber hinaus habe ich den Mythen geglaubt, dass man mit einer veganen Ernährung immer Gefahr läuft an Nährstoffmangel zu leiden. Mir waren Gesundheitsthemen immer sehr wichtig, sicherlich auch aus dem Grund, weil ich vor meinem Master eine Ausbildung und einen Bachelor im Gesundheitswesen gemacht habe. Ich hielt vegane Ernährung also viele Jahre für extrem kompliziert und habe mich aus dem Grund über eine lange Zeit nur Teilzeit vegan ernährt.

Wieso ich Vollzeit vegan wurde

2017 habe ich meine Bachelorarbeit zum Thema Massentierhaltung, Klimawandel und die Auswirkungen auf die Gesundheit der Gesellschaft geschrieben. Ich habe mich natürlich intensiv mit den Haltungsbedingungen und dem Antibiotikaeinsatz in der Massentierhaltung und den Auswirkungen auf das Klima beschäftigt. Ich habe zahlreiche Studien gelesen und unglaublich viel Erschreckendes gelernt. Dennoch gelang es mir nicht, mich komplett und ausnahmslos vegan zu ernähren. Ich hielt es einfach für zu kompliziert und zu teuer.

 

Als ich 12 Jahre alt war und bereits jahrelang meine Eltern angefleht hatte, habe ich endlich einen Hund bekommen. Als ich 21 Jahre alt war bin ich mit meinem Hund bei meinen Eltern ausgezogen, wir haben in WGs gewohnt und wir haben allein gewohnt. Mein Hund war immer mit dabei. Im November 2018 ist mein Bester mit 16 Jahren gestorben. Am gleichen Tag hat meine liebe Oma die Diagnose Krebs bekommen. Meine Oma hat eine Gymnastikgruppe geleitet, einen wunderschönen Garten gepflegt, jeden Freitag zum Grillen eingeladen und sie hat jede Woche bei der Tafel e.V. bedürftigen Menschen geholfen. 3 Wochen nach der Diagnose ist meine Oma verstorben. Am gleichen Tag sollte sie vom Sportverein geehrt werden, weil sie im ganzen Jahr bei keinem Training gefehlt hatte. Meine Oma war immer sehr sportlich, hat nicht geraucht und nicht getrunken.

 

Mich ließ der Gedanke nicht mehr los, wie es sein kann, dass mich der Tod meines Hundes so unendlich traurig macht, ich mit dem Verzehr tierischer Produkte aber eine Industrie unterstütze, die Tiere wie Ware behandelt. Durch Zufall habe ich dann kurz nach dem Tod meiner Oma die Dokumentationen „What The Health“ und “Gabel statt Skalpell” gesehen, die mir auch aus gesundheitlicher Perspektive die Augen geöffnet haben.

 

Obwohl die Zweifel der ethischen und gesundheitlichen Relevanz einer veganen Lebensweise nicht mehr vorhanden waren, blieb bei mir weiterhin das Gefühl, dass eine dauerhafte vegane Ernährung kompliziert sei. Sobald man sich im Internet über vegane Ernährung informiert, wird man mit Nährstofftabellen, Hinweisen zu Nahrungsergänzungsmitteln und Tipps, wie man nicht in den Nährstoffmangel rutscht, überflutet. Und dann war da ja auch noch diese unendlich komplizierte Sache mit den Proteinen und dem Vitamin B12… Ich habe mir die Frage gestellt, wie es denn sein kann, dass auf der einen Seite die vegane Ernährung so gesund sein soll und auf der anderen Seite diese so kompliziert ist.

 

Dann habe ich einige für mich lebensverändernde Bücher gelesen und verstanden, dass vegane Ernährung eben überhaupt nicht kompliziert ist. Warum die pflanzliche Ernährung so kompliziert dargestellt wird, hat mehrere Gründe. Zum einen gibt es Studien, finanziert durch die Lebensmittelindustrie, die versuchen zu widerlegen, dass vegane Ernährung gesund ist (beschäftigt man sich dann allerdings intensiver mit der wissenschaftlichen Datenlage zum Thema vegane Ernährung wird  sehr schnell klar, dass es weitaus mehr und seriösere Belege für die gesundheitlichen Vorteile einer veganen Ernährung gibt). Zum anderen ist Verwirrung die Strategie des Marketingsektors der Lebensmittel- und Pharmaindustrie, denn nur so lassen sich immer wieder neue Diäten, Superfoods und Nahrungsergänzungen überhaupt verkaufen. Nur so lässt sich über das sehr emotional behaftete Thema Ernährung überhaupt so viel berichten. Wenn hierzulande alle Menschen sich darüber einig wären, was die gesündeste und natürlichste Ernährung des Menschen ist, die dazu führt, dass niemand mehr unter Übergewicht leidet, dann würde eine unglaublich große und mächtige Branche ihr Thema verlieren und wüsste nicht, worüber sie berichten sollte und was sie uns verkaufen sollte.

“Die Strategie ist nicht Produkte gesünder zu machen, die Strategie ist, die Öffentlichkeit zu verwirren…. wenn es genug Kontroversen gibt, sind die Leute überfordert und rufen: ,ich weiß nicht was ich essen soll‘. Verwirrung ist die Strategie.“ ~ Dr. Michael Greger, What The Health, Min. 18:26

Ich habe erkannt, dass man mit dem Verkauf von tierischen Produkten mehr Geld verdienen kann als mit dem Verkauf von Kartoffeln und Brokkoli. Falls man doch Konsument*innen an den Veganismus verliert, dann muss man ihnen wenigstens klar machen, dass sie Nahrungsergänzungen, Proteinshakes und Superfoods benötigen, um gesund zu bleiben. Das gleiche gilt übrigens auch für den Low-Carb Boom. Die Angst vor Kohlenhydraten ist absolut unbegründet, erst recht, wenn du vegan abnehmen möchtest. In diesem Zusammenhang ist ebenfalls die Angst vor einem Proteinmangel absolut unbegründet. Darüber hinaus macht beides den Einstieg in die vegane Ernährung weitaus komplizierter. Ich ernähre mich seit Dezember 2018 komplett vegan und ich kann dir versprechen, dass selbst der minimale Verzehr von tierischen Produkten weitaus negativere Auswirkungen auf dein Wohlbefinden und deine Leistungsfähigkeit hat, als du dir vielleicht vorstellen kannst (übrigens ist das beim Verzehr von Alkohol genauso).

Für das Jahr 2020 plane ich eine Ausbildung zur veganen Ernährungsberaterin.

Minimalistisch leben

Mit Minimalismus beschäftige ich mich seit 2014. Minimalismus bewirkt so viel und Minimalismus ist ganz sicher viel mehr als Ausmisten und Ordnung halten. Christof Herrmann von www.einfachbewusst.de hat mich schon häufig mit seinen Texten inspiriert und auch die Jungs von www.theminimalists.com schreiben großartige Texte. 2015 ist ihre Dokumentation über die wichtigen Dinge im Leben erschienen. Wie Menschen zum Minimalismus kommen und welche Schwerpunkte sie setzen ist sehr unterschiedlich. Ich persönlich empfinde es als unglaublich befreiend nur wenige Dinge zu besitzen. Dabei ist für mich der besondere Vorteil, dass mir dadurch bewusst geworden ist, wie wenig ich eigentlich für ein gutes und glückliches Leben benötige. Das macht mich zufrieden. Zwar lebe ich in einem nicht minimalistischen Haushalt, jedoch befinden sich alle meine Sachen in einem kleinen Raum. Ich liebe den digitalen Minimalismus und befreie mich regelmäßig von überflüssigen Apps, Dokumenten, Programmen, Mails, Newsletter-Listen und Nutzerkonten. Ich habe meinen Papierkram immer im Griff, weil ich auch nur die Dokumente in meinen Ordnern behalte, die ich wirklich benötige. Besonders hilfreich finde ich für mich auch den minimalistischen Kleiderschrank, da ich mir überhaupt keine Gedanken darüber machen muss, was ich anziehe. Ich kann dir jedoch „leider“ keine genaue Zahl über die Menge an Gegenständen, die ich besitze, nennen. Ich halte diese XY Gegenstände Debatte einfach für nicht besonders minimalistisch. Minimalismus bedeutet für mich nämlich vor allem, sich weniger Gedanken zu machen (zum Beispiel über Ernährung, Kleidung, Erwartungen an meine Person, sozialen Verpflichtungen etc.).

Mein minimalistisches Leben und die vegane Ernährung sind eng verknüpft mit dem Thema Freiheit und der Art und Weise wie ich Freiheit interpretiere.

Was für mich Freiheit bedeutet

„Souverän ist nicht wer viel hat, sondern wer wenig braucht.“ ~ Nico Paech

Ich bin mir darüber im Klaren, dass Freiheit sehr viel bedeuten kann, sehr individuell wahrgenommen werden kann und sehr persönlich ist. Ich möchte dir hier meine Sicht auf Freiheit erklären. 

 

Wir leben in einer Wachstumsgesellschaft, in der es vollkommen normal ist, sich dem Konsum hinzugeben. In unserer Gesellschaft ist es darüber hinaus ebenfalls vollkommen normal, Tiere für unsere Bedürfnisse auszubeuten und zu töten. Der minimalistische Lebensstil und die vegane Ernährung gehen mit dem Hinterfragen des eigenen Konsums einher. Ich nehme mir die Freiheit, durch vegane Ernährung und Minimalismus, Alternativen zu leben. Sich sein Leben nach den eigenen Wertvorstellungen gestalten zu können, bedeutet für mich Freiheit. Selbstbestimmt leben und den eignen Standards zu vertrauen, bedeutet für mich ebenfalls Freiheit.

 

Das Hinterfragen des eigenen Konsums führte mich zu dem Buch „Ich bin raus. Wege aus der Arbeit, dem Konsum und der Verzweiflung.“ von Robert Wringham. In dem Buch geht es darum, dass wir unsere Möglichkeiten und Freiheiten, die wir heutzutage haben, nicht nutzen. Wir arbeiten 40 Stunden in der Woche, um Geld für einen Urlaub am anderen Ende der Welt zu verdienen, der uns den 40 Stunden Job für einen kurzen Moment vergessen lässt. Wir arbeiten, um uns die größten Flachbildschirme, Autos, Kleiderschränke, Häuser, Garagen und Kühlschränke leisten zu können. Meiner Meinung nach ist das wirklich traurige an dieser Situation, dass die allermeisten Menschen gar nicht merken, in welcher Spirale sie sich befinden. Mit Selbstbestimmtheit hat das nicht viel zu tun.

 

Ich habe mit 14 Jahren angefangen Zeitungen auszutragen, habe während meiner Schulzeit am Wochenende, in der Woche und in den Ferien nebenbei gearbeitet, habe eine Ausbildung in der Pflege abgeschlossen und mein gesamtes Studium halbtags gearbeitet. Ich habe immer sparsam gelebt und dennoch Studienschulden. Ich wünsche mir für mein Leben mehr als Arbeiten und Geld ausgeben. Aufgrund dessen beschäftige ich mich viel mit den Themen finanzielle Freiheit und finanzielle Unabhängigkeit. Ich hinterfrage meinen Konsum und versuche so wenig Geld wie möglich auszugeben. Man kann so unglaublich viele wunderschöne Dinge erleben, die kein Geld kosten. Um meine Finanzen im Blick zu haben, führe ich ein Haushaltsbuch. Mein erstes Ziel nach dem Studium ist meine Schulden abzubezahlen.

 

Das mag für den ein oder anderen alles super langweilig klingen. Ist es allerdings überhaupt nicht. Genau wie im Minimalismus führt der genügsame Umgang mit Geld dazu, dass du dir deiner Bedürfnisse bewusst wirst. Das ist Freiheit; Zu wissen was man braucht und was man souverän ignorieren kann. Gut gemeinte Ratschläge, hohe Erwartungen an sich selbst und andere, Neid und Luxusentscheidungen, das Anhäufen von Gegenständen – all das kann souverän ignoriert werden.

Auch wenn ich sparsam und nachhaltig lebe, verzichte ich niemals auf eine Sache. Bücher! Bücher haben mein Leben verändert, Bücher inspirieren, Bücher motivieren. Spare niemals an Büchern.
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