minimalistischer kleiderschrank - alles passt zusammen

Minimalistischer Kleiderschrank: So genial kann Mode sein

Mit einem minimalistischen Kleiderschrank gibst du weniger Geld aus und startest entspannt in den Tag. Das Beste ist aber, dass du trotz weniger im Schrank viel besser angezogen bist. Du wirst nie wieder vor deinem Kleiderschrank verzweifeln oder dich unwohl fühlen.

In diesem Beitrag gibt’s alle Schritte und die besten Tipps für deinen minimalistischen Kleiderschrank. Wie wäre es, noch heute anzufangen?

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Minimalismus im Kleiderschrank

Im Minimalismus konzentrierst du dich auf das Wesentliche. Minimalismus kann dein ganzes Leben oder nur einzelne Bereiche positiv beeinflussen. Egal, ob es ums Ausmisten, um die minimalistische Ernährung oder um Verpflichtungen geht, dass Ziel ist immer, mehr Zeit für die wichtigen Dinge zu gewinnen und zufriedener zu sein. Dabei hilft dir garantiert auch ein minimalistischer Kleiderschrank.

4 außergewöhnliche Vorteile einer minimalistischen Garderobe

Mit einer minimalistischen Garderobe behältst du nur die Kleidung, die dir auch wirklich steht und in der du dich wohlfühlst. Mit einer Auswahl an Kleidung, die dir gefällt, weißt du sofort, wie du sie tragen und kombinieren kannst. Durch weniger Optionen entscheidest du schneller, was du tragen möchtest.

1. Weniger Stress

Eine minimalistische Wardrobe bedeutet, den Kopf freizubekommen. Nicht nur, weil du weniger Optionen hast. Es hat auch ganz praktische Vorteile: Mit wenigen, gut kombinierbaren Kleidungsstücken werden deine Wäscheladungen einfacher zu handhaben und du musst weniger häufig Wäsche waschen.

2. Minimalistischer Kleiderschrank - immer ordentlich und organisiert

Weniger Kleidung bedeutet, dass du mehr Platz in deinem Kleiderschrank hast. Kennst du das, wenn du ein Kleidungsstück suchst, aber es partout nicht findest? Mit Minimalismus geht deine Kleidung nicht in den Tiefen des Kleiderschranks verloren. Viele öffnen ihren Kleiderschrank und sind von dem Chaos wortwörtlich erschlagen. Mit einer minimalistischen Wardrobe wirst du keine Probleme mehr damit haben, deine Garderobe ordentlich zu halten. Und du brauchst keinen größeren Kleiderschrank.

3. Nie wieder Schuldgefühle wegen Fast Fashion & Co.

Mode ist mit vielen Emotionen verbunden: Du hast einen Dopaminschub beim Shoppen, du fühlst dich in deinen Klamotten wohl und du freust dich über Komplimente von Freunden & Bekannten. Vielleicht fühlst du dich aber auch schuldig, weil du etwas gekauft hast, das du nur selten trägst. Oder du fühlst dich schuldig, weil du so viel Geld für Kleidung ausgibst, nur um nach einigen Monaten zu merken, dass du diese Sachen gar nicht angezogen und somit nur dein Geld verschwendet hast. Vielleicht hast du auch schon von Fast Fashion, der Umweltverschmutzung und Ausbeutung gehört. Hinterfrage dich einmal, wann du wirklich ein Kleidungsstück gewollt hast. Und wann war es eher ein Frust-Kauf oder ein Kauf aus Gewohnheit? Vielleicht bemerkst du, wie viel Geld du sparen würdest, wenn all diese Spontankäufe vorbei wären.

4. Minimalistischer Kleidungsstil: Passt immer zu dir!

Mit einer minimalistischen Garderobe kannst du deinen Stil bestimmen und dich für hochwertige Stücke entscheiden. Mit weniger Kleidung hast du die Möglichkeit, in Kleidung zu investieren, die zwar teurer, aber qualitativ hochwertiger und nachhaltiger ist. Du fragst dich, wo du Fair Fashion findest, die zu dir passt? In diesen 11 Onlineshops gibt es vegane, nachhaltige und faire Mode. Da du nur die Dinge behältst, die dir ein gutes Gefühl geben, trägst du mit dieser Garderobe jeden Tag die Kleidung, in der du dich wohlfühlst. Wir alle fühlen uns besser, wenn wir in einem Outfit stecken, das uns gefällt. Mit der minimalistischen Mode ist es ganz einfach, sich jeden Tag so zu fühlen.

Was kommt in den minimalistischen Kleiderschrank?

Wie sieht also ein minimalistischer Kleiderschrank aus? Was sollte man unbedingt im Kleiderschrank haben?

Basics wählen.

Basics gehören zur Grundausstattung. Wähle zunächst Basics in neutralen Farben wie zum Beispiel Weiß, Schwarz, Grau und Blau. Beim Onlineshop Colorful Standard findest du eine Riesenauswahl an coolen und zeitlosen Basics, die fair und ökologisch hergestellt wurden. Der Vorteil an Basics ist, dass sie nicht aus der Mode kommen und du ohne dir den Kopf zu zerbrechen immer passend angezogen bist. Du kannst nicht nur deine Kleidung kombinieren, sondern deine minimalistische Garderobe mit Accessoires, Schuhen und Schmuck ergänzen, sodass im Handumdrehen ein neuer Look entsteht.

Farbpalette

Es geht nicht darum, völlig einfarbig auszusehen, sondern vielmehr darum, ein paar Farben zu finden, die zu dir passen und gut miteinander harmonieren. Der erste Schritt besteht also darin, deine Grundfarbpalette zu finden. So kannst du unkompliziert, ohne Stress und Zeitaufwand vielseitige Outfits kreieren.

Du weißt nicht, welche Farbpalette zu dir passt? Mit dieser Anleitung ist das kein Problem!

Stelle dir zunächst diese drei Fragen:

  1. Aus welchen Farben bestanden deine letzten drei Outfits?
  2. In welchen Farben fühlst du dich am wohlsten?
  3. Welche Farben magst du gerne, aber du trägst sie selten?

Wenn du dies getan hast, listest du die am häufigsten wiederkehrenden Farben auf. Umkreise anschließend maximal 8 der wiederkehrenden Farben. Nun, da du deine 8 Farben hast, kannst du sie in 3 Kategorien einordnen:

  • Grundfarben: 3-5 Farben, ohne die du nicht leben kannst und die sich gut miteinander kombinieren lassen. Grundfarben sind zum Beispiel Braun- und Grautöne, Olive, Schwarz, Anthrazit und Blau.
  • Farben zum Verschönern: die 3 Akzentfarben, die du zur Aufwertung eines Outfits hinzufügen kannst.

Tipp!
Bei Sophie Krüger findest du noch mehr zum Thema Capsule Colors.

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Welche Stoffe und Materialien passen zu dir?

Ein Kleidungsstück kann dir perfekt passen, aber wenn das Material nicht schön und angenehm ist, nützt es dir leider nichts. Über den Griff hinaus geht es um die Qualität des Stoffes. Wenn dein Kleidungsstück nach einmaligem Waschen nicht mehr so aussieht wie vorher, ist es eine schlechte Investition für deine minimalistische Garderobe. Durch verschiedene Materialien und Stoffe kannst du Extras und Optionen hinzuzufügen. Dies gilt umso mehr bei einer Garderobe mit reduzierter Farbpalette. Es ist zum Beispiel interessant, verschiedene Stoffe zu kombinieren, um einen einfarbigen Look abwechslungsreicher und attraktiver zu machen.

Tipp!
Du willst einen Einblick in einen minimalistischen Kleiderschrank? Dann schau doch mal bei the OGNC.

Du willst dich in Sachen Mode inspirieren lassen? Ich habe dir bei Pinterest ein Board zum minimalistischen Kleiderschrank zusammengestellt.
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Minimalistischer Kleiderschrank: die Liste

Wie viele Klamotten braucht man eigentlich? Wie viele Hosen braucht man? Welche Kleidung passt zu mir? Diese Fragen zeigen, dass der minimalistische Kleiderschrank natürlich sehr individuell ist. Lass dich dennoch sehr gerne von der folgenden Liste inspirieren.

Für die Frau:

  • drei Jacken
  • ein Blazer
  • eine helle Jeans
  • eine schwarze (Skinny-) Jeans
  • eine Chino
  • zwei kurze Hosen
  • ein Rock
  • zwei Blusen
  • drei Longsleeves
  • vier schlichte Shirts
  • zwei gestreifte Shirts
  • zwei Strickpullover
  • zwei Pullover
  • ein schwarzes Kleid
  • ein Paar weiße Sneaker
  • ein Paar schwarze Sneaker
  • ein Paar schwarze Ankle Boots
  • ein Paar Schuhe mit Absätzen
  • ein Paar Winterschuhe
  • ein Paar Sandalen

Für den Mann:

  • drei Jacken
  • ein Blazer
  • eine helle Jeans
  • eine schwarze Jeans
  • eine Chino
  • zwei kurze Hosen
  • zwei Hemden
  • ein Longsleeve
  • sechs schlichte (Polo-) Shirts
  • zwei gestreifte Shirts
  • einen Anzug
  • ein Paar weiße Sneaker
  • ein Paar schwarze Sneaker
  • ein Paar Schnürrschuhe
  • ein paar Winterschuhe

Capsule Wardrobe: So kannst du dich minimalistisch anziehen

Deine minimalistische Garderobe kann so klein sein, wie du willst. Die Anhänger der Capsule Wardrobe empfehlen, dass dein minimalistischer Kleiderschrank nicht mehr als 37 Teile enthalten sollte. Meine Erfahrung zeigt: Die Anzahl der Kleidungsstücke in der Capsule Collection reicht auf jeden Fall, für eine funktionale und gleichzeitig stilvolle Garderobe. 

Bei der Capsule Wardrobe befinden sich nur die Kleidungsstücke im Kleiderschrank, die zur jeweiligen Saison passen. Für den Sommer könnte diese Liste an Kleidungsstücken passend für dich sein:

  • 14 Blusen, Hemden und T-Shirts 
  • 6 Jacken, Pullover, Sweatshirts und Cardigans
  • 4 Kleider und Jumpsuits  
  • 8 Shorts, Jeans und Röcke 
  • 5 Sandalen und Sneaker

Wendy Mak, die Autorin von “The Capsule Wardrobe: 1,000 Outfits from 30 Pieces” schlägt für die Capsule Wardrobe 30 Kleidungsstücke vor, die allerdings für alle Jahreszeiten funktionieren sollen. Hier gibt es die Liste: 

  • 7 Unterteile (Hosen, Röcke und Shorts) 
  • 6 Oberteile 
  • 2 Kleider 
  • 6 Jacken / Sakkos / Mäntel
  • 3 Taschen / Rucksäcke / Beutel 
  • 6 Paar Schuhe / Stiefel

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Alle Listen sind Inspirationen und sollen dir helfen, deinen eigenen minimalistischen Kleidungsstil zu finden. Wir alle haben unterschiedliche Geschmäcker und Formen. Es gibt keine Patentlösung für jedes Kleidungsstück. Das Wichtigste ist, dass du dich wohlfühlst und dass dir gefällt, was du trägst! Und dein minimalistischer Kleiderschrank soll dir dabei helfen, mehr Zeit und Geld zu haben. Du sollst auf keinen Fall morgens schon gestresst von der Kleiderauswahl in den Tag starten.

Kleiderschrank ausmisten

Natürlich brauchst du jetzt nicht den gesamten Inhalt deines Kleiderschranks zu entsorgen. Mit dieser Schritt für Schritt Anleitung zeige ich dir, wie du deinen Schrank ausmisten kannst und unliebsame Kleidung aussortieren kannst.

Schritt 1: Bringt mir dieses Kleidungsstück Freude?

Es gibt so Kleidungsstücke, die möchtest du einfach immer tragen. Nimm jedes Kleidungsstück in die Hand und frage dich: “bereitet mir dieser Pullover Freude? Passt er mir gut? Ist er noch heile? Passt er in meine Farbpalette?” Solltest alle vier Fragen mit “ja” beantworten, dann behalte dieses Kleidungsstück auf jeden Fall. Solltest du auch nur eine dieser Frage mit “nein” beantworten, dann entscheide was du mit diesem Kleidungsstück machen kannst. Ist es nicht mehr heile und Flicken lohnt sich nicht, entsorgst du es. Lohnt es sich, die teure Markenklamotte zu verkaufen? Dann machst du das.

Tipp!
Bei der KonMari-Methode mistest du deine gesamte Wohnung aus, indem du dich fragst: “bereitet mir dieser Gegenstand Freude?”

Schritt 2: Im Falle eines Zögerns gibt es kein Zögern mehr

Bei einigen Sachen kannst du dich einfach nicht so richtig entscheiden? Wenn du zögerst, dann meistens, weil du das Kleidungsstück nicht behalten willst. Vielleicht ist es ein Geschenk gewesen oder es war sehr teuer und jetzt fühlst du dich schuldig. Oder du denkst, du könntest es für einen besonderen Anlass verwenden. Bedenke immer, dass deine Kleidung nicht besser wird, wenn sie jahrelang in deinem Schrank hängt. 

Vielleicht hilft es dir ja, die Sachen zu spenden oder an Freunde zu verschenken. So machst du anderen eine Freude und du hast beim Blick in den Kleiderschrank nie wieder ein schlechtes Gewissen.

Schritt 3: Stapel deine Kleidung

Es gibt in deinem Zimmer nun vier Stapel. Auf den einen Stapel kommt alles, was du behalten möchtest. Die anderen drei Stapel sind für die Kleidung, die du verkaufen, verschenken oder entsorgen willst. Einen Vielleicht-Stapel gibt es hier nicht. Du solltest auch vermeiden, Kleidung zu behalten, die du niemals tragen kannst. So überlädst du deine Garderobe nur unnötig. Beispiele dafür sind sehr grelle Farben oder außergewöhnliche Schnitte. Sei ehrlich zu dir und lege sie ebenfalls beiseite.

Die minimalistische Garderobe beibehalten

Es klingt komisch, aber ich kaufe und besitze weniger, um mich besser zu kleiden. Aber das ist nicht der einzige Grund. Die Fast Fashion Industrie hat verheerende Auswirkungen auf die Umwelt. Allein sie erzeugt jährlich mehr als eine Milliarde Tonnen Treibhausgase, so ein 2017 veröffentlichter Bericht der Ellen MacArthur Foundation. Bei diesem Tempo könnte sie bis 2050 für mehr als ein Viertel des CO2-Fußabdrucks verantwortlich sein. 

Ein verantwortungsvoller Modewechsel scheint unvermeidlich. Eine Transformation, die große Veränderungen mit sich bringt. Hierbei geht es nicht nur um die Produktion neuer Kleidung, sondern auch um die Wiederverwendung von bereits im Umlauf befindlicher Kleidung. Und während die Verbraucher in den letzten Jahren ein wachsendes Interesse an Second-Hand-Kleidung gezeigt haben, scheint ein neuer Trend an Dynamik zu gewinnen: das Mieten von Kleidung und Accessoires. Diese kannst du in einigen Online-Shops bequem von zu Hause aus ausleihen. Das geht zum Beispiel bei stay awhile oder Unown. Auch in einigen Großstädten etabliert sich das Leih-Angebot. 

Solltest du dich gegen das Leihen und für das Kaufen von Kleidung entscheiden, dann verzichte unbedingt auf Fast Fashion. Faire und vegane Mode ist zurzeit nach der Secondhand-Variante das ökologischste Mittel, um hochwertige Kleidung zu fairen Bedingungen der Arbeiter und gegen Tierleid zu erwerben.

Mit minimalistischer Mode JETZT ein richKind werden.

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Bildnachweis

Titelbild:
j.chizhe / Shuttertsock.com