Minimalismus kann ein alternativer Weg zum verwirrenden Labyrinth des Lebens sein

Was bedeutet Minimalismus?

Aussortieren, Aufräumen, Ausmisten und Entrümpeln – das klingt alles ziemlich anstrengend. Zwar geht es beim Minimalismus auch darum, sich von Gegenständen zu trennen, die einem überflüssig erscheinen. Jedoch ist Minimalismus mehr als das. Minimalismus bewirkt, dass du im Alltag ein Gefühl dafür bekommst, was du wirklich brauchst und wieviel dir gut tut. Beim Minimalismus stehen jedoch nicht nur Gegenstände im Mittelpunkt. Es kann genauso um Informationen gehen, um private und berufliche Kontakte, um die Ernährung und um die eigenen Gedanken. Diese tägliche Auseinandersetzung mit den eigenen Bedürfnissen kann dein Leben auf erstaunliche Art und Weise vereinfachen und zu mehr Entspannung und Gelassenheit im Alltag führen. Minimalismus bewirkt ein einfacheres Leben, in dem du dir über deinen individuellen Reichtum bewusst wirst.

5 Vorteile des minimalistischen Lebens

  • du sparst enorm viel Zeit
  • du sparst enorm viel Geld
  • du wirst bedeutend gelassener und glücklicher
  • du führst ein selbstbestimmteres Leben
  • du gewinnst mehr Flexibilität und Freiheit

Was ist Minimalismus?

Minimalismus kann sich auf einzelne Aspekte im Leben beschränken, wie zum Beispiel den Kleiderschrank oder die Beschränkung auf 100 Gegenstände im Haushalt. Minimalismus kann jedoch auch ein Lebensstil sein, der jeden Aspekt deines Lebens beeinflusst. Im Wesentlichen geht es immer darum, sich das wirklich notwendige im Leben oder in einem Aspekt des Lebens bewusst zu machen und sich Freiräume zu schaffen. Minimalismus und die bewusste Beschränkung haben das Potential, dir sehr viel Freiheit im Inneren und Äußeren zu verschaffen.

Minimalistisch leben - was braucht man wirklich?

Was brauche ich wirklich? Diese Frage kannst du dir in den verschiedensten Lebensbereichen stellen. Was brauche ich eigentlich wirklich in meiner Wohnung? Welche Gegenstände sind mir wichtig? Was brauche ich in meiner Ernährung und auf welche Lebensmittel möchte ich bewusst verzichten? Wie soll der Garten aussehen und was brauche ich eigentlich wirklich im Urlaub? Mit welchen Gedanken möchte ich mich jeden Tag herumschlagen und welche lasse ich einfach weiterziehen? Welche privaten oder beruflichen Kontakte brauche ich wirklich, welche tun mir nicht gut und verschwenden meine wertvolle Zeit? Sage ich lieber „nein“ und „ja“ anstelle von „vielleicht“ und „mal sehen“?

Macht Minimalismus glücklich?

Der Trend zum Minimalismus zeigt, dass Menschen auf der Suche nach etwas sind. Beziehungsweise zeigt er, dass Menschen auf der Suche nach etwas weniger sind. Heutzutage können wir viele Dinge viel schneller und ortsunabhängig erledigen. Wir verschicken E-Mails statt Briefe, wir haben schnellere Fortbewegungsmittel, wir sind jederzeit erreichbar. Diese Technologien führen jedoch nicht dazu, dass wir mehr Zeit in der Natur verbringen, mehr mit unserer Familie oder Freunden unternehmen oder uns selbst verwirklichen. Vielmehr führen sie dazu, dass wir mehr E-Mails schreiben, die Strecke, die wir zur Arbeit zurücklegen länger wird und wir das Gefühl haben, sowohl beruflich als auch privat immer erreichbar sein zu müssen. Ein minimalistisches Leben ist ein leichteres, einfacheres Leben. Es kann dazu führen, dass wir uns wieder besinnen können und uns auf unsere Aufgaben im Leben fokussieren können. Minimalismus macht deshalb glücklich, weil man es mehr und mehr schafft, sich Zwängen zu entziehen und mehr auf sich und seine Bedürfnisse zu hören.

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Minimalistisch leben – aber wie?

Der Einstieg in den minimalistischen Lebensstil ist sicherlich Typfrage und sehr individuell. Es kann hilfreich sein, sich zunächst einzelne Lebensbereiche rauszusuchen, in denen man sich reduziert. Vielleicht möchtest du zunächst deinen Kleiderschrank ausmisten oder minimalistischer arbeiten? Vielleicht möchtest du erst einmal minimalistischer Einkaufen oder den Keller entrümpeln? Das Ausmisten und Entrümpeln (zum Beispiel mit der KonMari-Methode von Marie Kondo) kann enorme Auswirkungen auf dein Freiheitsgefühl haben. Wenn du weniger besitzt, musst du dich um weniger kümmern, kannst (mit deiner Familie) vielleicht sogar in eine kleinere Wohnung ziehen und gewinnst dadurch mehr Zeit und Geld. Sich vom Konsum zu befreien kann zum Beispiel sogar dazu führen, dass du weniger Arbeiten möchtest. Ich entrümple regelmäßig meine vier Wände und fühle mich jedes Mal entspannter, weil ich wieder weniger Ballast habe, um den ich mich kümmern muss. Vielleicht möchtest du aber auch gar nicht mit dem Ausmisten beginnen. Du kannst auch deine Online-Zeit reduzieren, weniger Termine machen oder dich weniger stressen lassen.

Minimalistisch Leben und Geld sparen

Wenn du nur kaufst was du wirklich brauchst, dann sparst du eine Menge Geld. Frage dich bei jedem Einkauf, ob du diesen Gegenstand wirklich benötigst. Es wird dir einen enormen Energieschub geben, wenn du merkst, dass du gar nicht so viel brauchst, wie immer angenommen. Beim finanziellen Minimalismus geht es aber nicht nur um das Hinterfragen von materiellen Konsumgütern wie beispielsweise Spielekonsolen oder Deko. Du kannst auch beim Thema Ernährung auf einen bewussteren Konsum achten. Brauchst du wirklich 25 verschiedene Gewürze, Saucen und Dressings? Ist es nötig täglich die zeitaufwändigsten und zutatenreichsten Gerichte zu kochen? Wohlmöglich benötigst du für diese aufwändigen Gerichte teure Kochbücher, die dir den Platz in der Küche rauben und teure Zutaten, für die du zunächst eine Feinkostabteilung aufsuchen musst.

Digitaler Minimalismus - Digital Detox

Häufiger offline gehen, Geräte abgeschaltet lassen und ungenutzte Apps löschen, können effektive Methoden sein, um mehr Zeit und weniger Stress zu haben. Darüber hinaus erreichst du durch digitalen Minimalismus und bewusste Nutzung mehr Fokus für die Aufgaben, die du wirklich zu erledigen hast. Hier ein paar Möglichkeiten, wie ein solcher digitaler Minimalismus aussehen kann:

  • nach Feierabend den Fernseher auslassen
  • das Handy häufiger aus der Hand nehmen
  • Apps auf dem PC und Handy löschen, die du nicht mehr nutzt oder die dich zu sehr ablenken
  • unnütze Newsletter abbestellen
  • Computer aufräumen und Dateien löschen, die du nicht mehr benötigst
  • E-Mail-Postfach aufräumen
  • Papierkram digitalisieren und Schreibtisch aufräumen

Wenn du viele weitere Artikel zum Thema Minimalismus lesen möchtest, dann kann ich dir nur den Blog www.einfachbewusst.de von Christof Herrmann empfehlen. Durch die inspirierenden Artikel von Christof habe ich mich damals erstmals für den Minimalismus begeistern können.  

Gute Bücher über Minimalismus

Marie Kondo: The Life-Changing Magic of Tidying
Marie Kondo hat seit 2019 auch eine Serie auf Netflix.
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Leo Babauta: The Power of Less. The 6 Essential Productivity Principles That Will Change Your Life.
Leo Babauta hat auch einen sehr inspirierenden Blog: Zen Habits.
Gary Keller & Jay Papasan: The One Thing: Die überraschend einfache Wahrheit über außergewöhnlichen Erfolg.
Auf der Homepage zum Buch gibt es ebenfalls viel kostenloses Material.

Doku zum Thema Minimalismus

Joshua Field Millburn & Ryan Nicodemus: Minimalism. A Documentary About The Important Things.
Auch der Blog von Joshua und Ryan the minimalists ist sehr lesenswert. 
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Kurt Langbein: Zeit für Utopien
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SRF Doku: Minimalistisch leben – Weniger ist mehr
Der Film “My Stuff” zeigt auf humorvolle Art und Weise, wie ein junger Mensch versucht herauszufinden, was man wirklich braucht.
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Minimalismus schafft Freiheiten und hilft dir, dich auf deine Aufgaben zu fokussieren. richKind werden und ein gelassenes, stressfreies und fokussiertes Leben führen.

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